Bienenprodukte

Außer Honig gibt es noch weitere Bienenprodukte. Nachfolgend erfährst Du alles zum süßen Gold, zu den Produkten Propolis, Gelee Royal, Pollen und Wachs.

Honig

Honig

Frühling: März bis Juni | Aufwand: 2 Std

Aus dem kohlenhydratreichem Nektar machen Bienen den leckeren Honig, mit welchem sie die Brut füttern.Vor allem aber dient er als Essensvorrat in den blütenlosen und kalten Monaten. Er sichert das Überleben eines kompletten Bienenstaates. Aus den Kelchen der Blüten, wo sich der Nektar befindet, muss die Biene diesen über ihr Mundwerk (Saugrüssel) nach ungefähr 100 Blütenbesuchen wird die Biene wieder in ihren Stock zurückkehren und den Inhalt ihrer volle Blase, ca. 20 mg, an eine Stockbiene übergeben.

In der Honigblase der Biene wird der Nektar mit Peptiden und Enzymen versetzt. Danach wird er nach mehrmaliger Übergabe wird dieser zum Honig. Der Honig wird eingelagert während die Bienen ihn mit ihren Fächern unter einen Wassergehalt von 18 % bringen. Durch die Verdeckelung der Zelle wird der Honig letztendlich haltbar gemacht. Die Bienen sammeln zusätzlich auch Honigtau an Sträuchern und Bäumen. Dieser Honigtau ist nicht anderes als die Exkremente von Läusen, welche von den Bienen gesammelt und in den Bienenstock gebracht werden. Als Waldhonig wird daher der Honig bezeichnet, bei welchem der Anteil an gesammelten Honigtau sehr hoch ist im Glas.

Pollen

Monat: April | Dauer: 2 Std

Während die Bienen den Nektar aus der Blüte saugen, kommen sie gleichzeitig mit den Staubbeuteln der Pflanze in Berührung. Die Pollen bleiben im feinen Haarkleid der Bienen hängen, welche sie nun mit sich trägt. Den angehafteten Teil schiebt sie auf ihre Hinterbeine und ihn dort solange bis sie ein sog. Pollenhöschen hat. Bei ihrem nächsten Besuch streifen die Bienen ihre Pollenkörner an eine andere Pflanze, welche somit bestäubt wird. Haben die Bienen nun genug eiweißreichen Pollen gesammelt, wird sie zurück zu ihrem Stock fliegen und diesen ebenfalls den Stockbienen übergeben. Danach reichern die Stockbienen ihren Nektar mit ihrem Speichel an und lagern ihn in die Waben ein, welche meistens in der Nähe der Brut angelegt sind. So können sie die Nachkömmlinge auf kurzem Wege damit füttern.

Pollen
Bienenwachs

Wachs

Monat: April | Dauer: 2 Std

Ein Wabenkonstrukt, welches aus Wachs besteht, wird durch einer Zusammenarbeit vieler Arbeiterinnen, welche aus ihrem Hinterleib auf der Bauchseite feinste Wachsplättchen ausschwitzen. Die Wachsdrüsen sind während eines bestimmten Zeitraums im Leben einer Biene besonders aktiv. Mittels ihres Mundwerkzeugs werden die einzelnen Wachsschuppen vorbereitet und am Rand des bestehenden Wabenbaus angeheftet. Eines dieser Wachsplättchen hat ein Gewicht von rund 0,8 Milligramm, was bedeutet, dass für 1 kg Bienenwachs rund 1,25 Millionen Wachsplättchen erforderlich sind.
Am Ende entsteht ein Wabenwerk, dass durch ihre uns bekannte, typische, sechskantige Form mit minimalem Materialaufwand möglichst viel Volumen bietet.

Propolis

Monat: April | Dauer: 2 Std

Propolis ist ein Gemisch aus Pollen, Wachs und ätherischen Ölen. Vor allem Harz macht Propolis zum wichtigsten Allround-Schutz für Bienen. Das Harz schützt nicht nur eine junge Knospe vor dem Eindringen von Viren und Bakterien, sondern schützt auch die Behausung der Bienen. Aus diesem Grund verkleben Beinen alle kleinen Öffnungen mit Propolis. Die Innenwände der Brutzellen werden ebenfalls nach jedem Brutzyklus mir Propolis desinfiziert, denn die Bienen wissen um die antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung. Diese Wirkungen sind nachgewiesen und aus diesem Grund in der Naturheilkunde sehr beliebt.

Propolis
Gelee Royal

Gelee Royal

Monat: April | Dauer: 2 Std

Gelee Royal ist der Weiselfuttersaft oder Bienenköniginnenfuttersaft, mit welchem die Honigbiene ihre Königinnen groß ziehen. Mit diesem Gemisch aus dem Sekret, welches aus der Futtersaftdrüse und der Oberkieferdrüse kommt, werden die Bienenlarven während ihrer ersten drei Larvenstadien gefüttert. Hierdurch erhalten sie einen extrem hohen Entwicklungs- und Wachstumsschub. Die Arbeiterbiene erhält nach den drei Larvenstadien nur noch Honig und Pollen. Die Königinnenlarven hingegen erhalten bis zum Zeitpunkt der Verdeckelung ihrer Zelle den Weiselfuttersaft.